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LEIPZIGER INTERNET ZEITUNG 06/10 - Von italienischen Köstlichkeiten und Ovulationsmessringen: futureSax stellt die pfiffigsten Geschäftsideen vor

 

Die Initiative futureSax ist so etwas wie ein Bioreaktor für pfiffige, innovativ denkende junge Unternehmer. Ungemein wichtig für die Region, schaffen eben jene findigen Geschäftsleute neben nachhaltigem Wirtschaftswachstum doch die hier so dringend benötigten Arbeitsplätze, von der die Kommune erfreuenden Gewerbesteuer einmal ganz zu schweigen.

Die Sparkasse Leipzig unterstützt dabei die Unternehmer, sich auf ihre Selbständigkeit qualifiziert vorbereiten zu können und bietet umfassende Existenzgründerberatungen und Schulungen über ihr seit mehr als zehn Jahren etabliertes Unternehmensgründerbüro (ugb) an. Andreas Koch von der Sparkasse Leipzig: „Wir empfehlen allen potenziellen Gründern, die umfassenden Leistungen unseres Unternehmensgründerbüros und des dazugehörigen Netzwerkes, wie zum Beispiel eben futureSax, in Anspruch zu nehmen. Denn jede noch so gute Idee braucht zur erfolgreichen Umsetzung eine fundierte Planung.“

Was eben eine solche fundierte Planung zusammen mit einer guten Idee bewirken kann, wurde am Donnerstag beim Gründerfrühstück im Casino im Löhrs Carré eindrucksvoll anhand von “lebenden Beispielen“ demonstriert. Hier zeigten fünf Gründer was mit Hilfe von futureSax und ugb aus ihnen, respektive ihren Ideen geworden ist.

Dennis Schmidt ist Geschäftsführer einer Produktionsagentur namens "Druck und Werte GmbH", welche Print- und Medienherstellungsprozesse optimiert. Nichts besonderes? Nicht, wenn man genau zuhört. Schmidt: „Wir sind ein renommierter Ersteinkäufer von Printprodukten für mittelständische Unternehmen in Deutschland. Als strategischer Partner steuern wir die Einkaufsprozesse mittels der webbasierten Technologie ZMÜK. Aus der einzigartigen Kombination von gebündeltem Einkauf, patentierter Technologie und Outsourcing ergeben sich dauerhaft Einsparungen für Auftraggeber und Wettbewerbsvorteile für die angeschlossenen, zertifizierten Hersteller. So sind wir als einziges Unternehmen dieser Art in der Lage innerhalb kürzester Zeit komplizierte, umfangreiche Druckaufträge zu realisieren.“ Druck und Werte wurde im Februar 2008 von Dennis Schmidt gegründet, befindet sich von Beginn an auf Wachstumskurs. Noch in diesem Jahr expandiert man in die Medienmetropole Berlin.

Bereits vor der endgültigen Erarbeitung des Geschäftskonzeptes hat der Ovulationsmesssring, der von dem renommierten Sexualmediziner Prof. Dr. Henry in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Ingenieur Holger Runkewitz entwickelt wurde, in den Medien und der Fachpresse Furore gemacht. Professor Alexander von der Uni-Frauenklinik Leipzig: „Bei dem so genannten Ferti-Messring handelt es sich um ein System zur natürlichen Fruchtbarkeitskontrolle auf Basis einer kontinuierlichen Messen der Körperinnentemperatur. Er besteht aus einem flexiblen Ringpessar mit integrierten Sensoren, der in den Scheidenkanal eingeführt wird und die Temperaturdaten über Funk an ein externes Handgerät übermittelt, das die Temperaturmuster anhand eines Algorithmus auswertet. So erkennt die Frau in Echtzeit ihren Fruchtbarkeitsstatus.“ Eine Information, die sowohl von Frauen mit Kinderwunsch als auch von Frauen, die verhüten wollen, von großem Nutzen ist.

Eine ganz andere Schiene fährt das Technologie orientierte Forschungsunternehmen bubbles & beyond. Hier kommen komplexe chemische Reaktionen der anorganischen und organischen Chemie in Kombination mit Nanotechnologie zum Einsatz. Geschäftsführer Dr. Rainer Sukow: „Unsere Produkte kommen in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie der Kosmetik oder dem Bauwesen zum Einsatz. So bieten wir u.a. komplexe Schäume an, die bisher nicht für möglich gehaltene Eigenschaften wie hohe Festigkeit oder extreme Flexibilität aufweisen. Sie können zum Beispiel zum Aushärten anderer Materialien genutzt werden. “ Neben der Beiersdorf AG nutzen bereits namhafte Firmen wie die Leipziger Servicebetriebe oder die Berliner Verkehrsbetriebe die innovativen Technologien von bubbles & beyond.

Kommunikations-Controlling ist das weite und komplexe Feld, dass Dr. Mark-Steffen Buchele mit seiner aexea-communication.content.consulting bearbeitet. Gemeinsam mit seinem Team aus sieben Mitarbeitern berät er Unternehmen in den Bereichen Kommunikations-Controlling sowie strategische interne und externe Unternehmenskommunikation. In Stuttgart gibt es aexea bereits seit 2001. Hier beraten 17 Mitarbeiter ihre Kunden vor allem im Bereich Online-Kommunikation. Inzwischen ist das Unternehmen schon drei Jahre auf dem Markt und hat erstaunliche Erfolge aufzuweisen. Dr. Buchele: „Vattenfall war das erste wirklich große Unternehmen, dem wir ein Projekt vorgestellt haben. Als wir den Zuschlag bekamen, was das ein Riesenerfolg. Mittlerweile haben wir viele namhafte Kunden, wie Siemens, die Diakonie oder die Targobank.“

Bei Jens Depenau und seiner Firma Gustini ist eigentlich alles nur eine Frage des guten Geschmacks. Gustini ist ein Versandunternehmen mit einem liebevoll zusammengestellten Sortiment an ausgewählten italienischen Spezialitäten. Die Idee dafür hatte Jens Depenau: „Wir sind seit 2008 am Start und haben mittlerweile deutschlandweit 25000 Kunden und etwa drei- bis viertausend Orders pro Monat. Der Clou bei dem Konzept ist, dass wir die Spezialitäten direkt und aufwändig von kleinen Qualitäts-Erzeugern in ganz Italien beziehen. So ist man natürlich viel auf Reisen, verbindet das Angenehme mit dem Nützlich, lernt Land und Leute kennen und entdeckt so manchen Geheimtipp.“

Einer davon ist ein kleines Kloster in der Nähe von Rom. Die Mönche im Monastero di Vallechiara haben sich dem biologischen Anbau von Obst und Gemüse und der schonenden Verarbeitung verschrieben. Das idyllisch gelegene Kloster beliefert den Vatikan, also den Papst, mit köstlichen Marmeladen, Gelees und Säften. Sicher einer der Schlager bei Gustini. Bestellen kann man bei Gustini zum einen direkt über die Website (www.gustini.de) oder per Telefon. Die Warenlieferung dauert in er Regel einen bis drei Werktage.

Andreas Koch von der Sparkasse: „Das bestätigt unsere These, dass Krisenzeiten Gründerzeiten sind. Denn gerade in der Krise steckt die Chance mit einer innovativen Geschäftsidee eine Nische zu finden und zu wachsen. Unsere heutigen Frühstücksgäste sind dafür der beste Beweis.“

Matthias Weidemann, LIZ



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